Seit vier Jahren zeigt Nele Schwierkus zu den 48 Stunden Neukölln Teile ihrer Arbeiten in unserem Schaufenster. Sie ist gebürtige Berlinerin und absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Bühnenplastikerin am Maxim Gorki Theater Berlin.
Im Jahr 2004 begann sie an der UdK Berlin Bildende Kunst mit dem Zweitfach Grundschulpädagogik zu studieren. Den Bachelor of Arts schloss sie 2007 ab, den Master of Education im Frühjahr 2009. Im November desselben Jahres erhielt sie von der Contemporary Arts Alliance (CAA) Berlin das CAA-Mentoren-Stipendium 2010 im Bereich Bildende Kunst. Einen Monat später wurde sie zusätzlich mit dem Bernhard-Heiliger-Stipendium 2009 ausgezeichnet.
Für ihr CAA-Stipendium führte Nele Schwierkus ein halbes Jahr lang am Campus Rütli ein Kunstunterricht begleitendes Projekt durch. Die Arbeiten der 15- und 16-jährigen Schülerinnen und Schüler sind in diesem Jahr zu den 48 Stunden Neukölln zu sehen.
Neben der Bildenden Kunst spielen für Nele Schwierkus seit jeher das Theater und die Musik eine wichtige Rolle. Auch heute noch arbeitet sie ab und zu in Theaterproduktionen als Bühnenplastikerin mit.
Innerhalb dieses Projektes baute Nele Schwierkus mit Schülerinnen und Schülern vom Campus Ruetli Lochkameras aus Altagsgegenständen - eine Technik die der Handyfotographie entgegensteht. Der Skulpturale Aspekt beim Bauen, später beim Arrangieren der Lochkameras, die Aktion der Aufnahmen und die Bilder an sich standen im Mittelpunkt. Mit diesem Projekt konnten die Jugendlichen eine neue Perspektive auf den eigenen Kiez und die eigene Lebensumgebung gewinnen.